„Wind Down“-Pullover aus Baumwolle/Leinen

Seit Mitte der Woche ist mein „Wind Down“ nach einer Anleitung von Drops Design fertig. Der Beitrag hier musste noch ein wenig warten, da die Sonne sich für schone Fotos sehr rar gemacht hat. *seufz* Das wird und wird einfach nichts mit dem Frühling. Schlussendlich musste ich mich heute nun doch mit Wind und „fast kein Regen“ zufrieden geben. Tz.
(Schilderung der Zwischenständer hier, hier und hier)

Entstanden ist ein überwiegend glatt rechts gestrickter Pullover mit 3/4- oder vielleicht auch nur 1/2-Ärmeln. Sie reichen bis über die Ellenbogen, was ich vor allem bei etwas wärmeren Temperaturen als angenehmes Zwischending empfinde.

Verwendet habe ich das Baumwoll-Leinen-Gemisch „Lico“ von Lana Grossa in einem wunderschönen dunkelrot. Das Garn ließ sich gut verstricken. Der Faden teilte sich nicht und war schön griffig. Das Strickstück ist nach der ersten Wäsche ein ganzes Stück weicher und sehr angenehm auf der Haut. In der Größe hat es sich zum Glück nicht verändert. (Das wusste ich natürlich bereits von meiner gewaschenen Maschenprobe. Wirklich!) Allerdings gefärbt hat die Wolle auch bei kaltem Wasser schon ganz ordentlich. Die nächsten zwei Wäschen wird der Pulli wohl allein oder mit dunklen Sachen in die Maschiene müssen. Das erste „Baden“ vor dem in-Form-Ziehen hat aus genau dem Grund auch bereits bei 30°C im Wollwaschgang stattgefunden. Ich hoffe, dass dadurch bereits das meiste der überschüssigen Farbe raus ist.

Als „persönliches Anliegen“ möchte ich hier noch einmal der Hinweis auf den kleinen, schönen Online-Shop bei daWanda einer lieben Bekannten sabenja geben, die dort ein wechselndes Sortiment von Garnen anbietet. Nur solange der Vorrat reicht und nur das, was gerade da ist. Ich stöbere hier, seit ich von dem Shop weiß, immer gerne mal und der Bestellfinger zuckt ganz fiese dabei *hihi* Das Garn für diese Pulli habe ich dort erworben.

Der Pullover wurde von oben nach unten gestrickt. Nach dem Schließen der angeschlagen Maschen zur Runde wurde ein kleines Bündchen aus Krausrippen (eine Runde linke Maschen, eine Runde rechte Maschen usw.) gestrickt. Im gewaschenen Endzustand mag ich das am Hals gerne leiden. Da rollt es auch nicht mehr nach außen auf.

Danach beginnt man mit gleichmäßigen Zunahmen links und rechts des Lochmusters, welches die Raglanschrägen ziert. Eigentlich recht simpel, wenn man das Prinzip verstanden hat. Die Anleitung habe ich dort als recht umständlich empfunden. Die ist baukasten-artig aufgebaut und man muss dann  alles erst einmal „ineinander denken“ oder, was ich immer bevorzuge, sich eine Skizze mit Nebenrechnungen machen. (Sowas halte ich jetzt immer brav und ein wenig nett aufgemacht in meinem Projektbuch fest. Sternchen für mich!)

Nachdem die Maschen für die Ärmel abgetrennt wurden, wird der Rumpf glatt rechts runtergestrickt. Leichte Zunahmen (alle 4,5cm), aber sonst nichts. Das hat mich auch echt Zeit gekostet. Passe und Ärmel waren nach einer knappen Woche fertig. Der Rumpf hat nochmal fast zwei Wochen geschluckt. Aber es hat sich gelohnt. Die Länge ist super geworden. Das ist ein schöner Vorteil beim Top-Down-Stricken, weil man immer wieder anprobieren und ggf. einfach weiterstricken kann. Ich habe hier auf die Taillierung, wie ich sie beim Streifenpulli gemacht habe, verzichtet. Ich wollte keine Mobs-Rolle produzieren, sondern einen luftigen Übergangspulli, der trotzdem nicht oversized oder formlos wirkt. (Find ich beides doof!) Ich bin sehr zufrieden!

Foto 11.04.18, 19 11 56
Wulst durch geraffte Reihe

Abgeschlossen habe ich den Rumpf mit einer gerafften Reihe (hier vorgestellt), um den Rollrand zu verhindern. Dies hat auch gut funktioniert. Ein ganz leichtes Anheben des Randes bleibt, aber da der Pulli lang genug ist, fällt das nicht negativ auf. Aber diese geraffte Reihe hat mich fast zwei Abende gekostet. So ein Fummelkram, die Querfäden aus der vorletzten Reihe wieder aufzunehmen. Aber es hat sich gelohnt und ist auf jeden Fall eine Alternative zu einem Bündchen.

An den Ärmeln habe ich mit zwei Musterhöhen umlaufen abgeschlossen. Dadurch ist auch hier das Rollproblem gebannt.

Abgekettet habe ich sowohl an den Ärmeln als auch am Rumpf wieder mit der Lace-Variante, bei der keine Maschen übergezogen sondern nur zusammengestrickt werden. Ich diesem Fall habe ich links zusammengstrickt. Das ergibt einen super schönen, feinen Rand wie ich finde. Das werde ich öfter machen.

P1140598

Den gerissenen Faden am Halsbündchen konnte ich von innen wieder vollständig einziehen und eng an den Enden verknoten. Hexhex! Als wäre nichts gewesen!

Und natürlich hat der „Wind Down“ auch gleich ein Schildchen verpasst bekommen!

 

  • Lana Grossa Lico, Fb. 30 (60% Baumwolle, 40% Leinen)
  • LL 115m/50g, NS 4
  • 430g verbraucht
  • Top-Down
  • Glatt rechts mit Lochmusterpartien
  • russisch Abketten/Lace-Abketten mit linken Maschen
  • am Rumpf eine geraffte Reihe
  • Fertig gestellt: April 2018

Verlinkt auf maschenfeinFannys liebste Maschen Nr.13, Gehäkeltes&Gestricktes, Stricklust.

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2 Kommentare zu „„Wind Down“-Pullover aus Baumwolle/Leinen

Gib deinen ab

    1. Danke :) Ich war auch spontan aber anhaltend verliebt :D Und das Garn ist total angenehm auf der Haut. Ich hatte spontan überlegt gleich noch einen zu stricken, aber wegen der Abwechslung und so… :)

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