An die Nadeln, stricken, Streifenshirt!

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Beim Stöbern bei Pinterest bin ich auf die Vorlage von Corinna Tengler für das Streifenshirt „Ein Tag am Meer“ aufmerksam geworden. Die Anleitung ist kostenlos bei Ravelry verfügbar. Wie immer wenn ganz plötzlich und unerwartet zu entscheiden ist, was als nächstes gestrickt werden soll, war es Freitag Abend 22 Uhr und ich wollte unbedingt anfangen. (Ich habe da immer dieses perfekte Timing.) Nun hatte ich aber nur in zwei Farben geeignete Wolle in ausreichenden Mengen. Also war die Entscheidung schnell gefallen. Abweichend von der Anleitung wollte ich alle Streifen und die Schulterpartie in der gleichen Farbe stricken. Ich habe mich für ein schokobraun entschieden, während bei der Grundfarbe die Wahl auf einen Khaki-Ton fiel. Ich trage gerne jede Form von Erd- und Brauntönen. Vondaher war ich von meiner Wahl ganz angetan.

Gestrickt wird es in einem Baumwoll-Leinen-Gemisch (20% Leinen). Ich musste allerdings für die Streifen auf ein Baumwollmischgarn ohne Leinenanteil zurückgreifen. Es ist ein wenig leichter, als das Leinenstrickwerk. Außerdem bringt es durch den erhöhten Kunstfaseranteil einen gewissen Glanz mit. In Kombination wirken die beiden Garne super zusammen.
Bei der von mir gewählten Wolle handelt es sich wieder mal, um Wollpakete aus dem Supermarkt. Ich muss sagen, ja sicherlich steht nicht Lana Grossa drauf, und es kommt nicht so schön rüber, was die Aufmachung angeht. Aber ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit der „Discounter-Wolle“ gemacht. (In der Anleitung wird die DROPS Belle empfohlen. Dort ist der Leinenanteil noch ein wenig höher als in meinem Mischgarn.)

Man fängt von unten an und strickt in Runden. Zuerst wird wenige Runden glatt links gestrickt. Daraus entsteht der sich aufrollende Rand. Das Shirt wird bis auf die Bündchen glatt rechts gestrickt und fordert somit keine besondere Obacht. Man startet also in das Streifenmuster und kann dieses ganz in Ruhe bis zu dem Punkt, wo sich der Querschnitt zu den Ärmeln hin aufweitet, vor sich hin stricken. Dort werden die Maschen geteilt und das Vorder- und Rückenteil seperat in Reihen gestrickt. Auch dort setzt sich das Streifenmuster fort und bis knapp unterm Halsloch. Der Schulterteil wird dann einfarbig gestrickt.
Das Vorder- und Rückenteil werden oben auf der Schulter mit dem Maschenstich zusammengenäht. Als letzter Schritt werden am Halsloch und an den Ärmeln aus den Randmaschen neue Maschen aufgenommen, sodass die Ränder mit einem Bündchen eingefasst werden können. Die Bündchen habe ich, wie auch am unteren Rand glatt links gestrickt. Jetzt nur noch Fäden vernähen und fertig.

Ich war zuerst unendlich enttäuscht, weil es mir angezogen so gar nicht gefiel. Mutti hat seelischen Beistand geleistet und mich überredet erstmal das Dämpfen und Spannen abzuwarten. Und das war auch gut so. Hinterher war es gut tragbar.

Fertig war ein luftiges Sommershirt mit Fledermausärmeln, das trotzdem ausreichend schwer ist, um ein angenehmes Tragegefühl zu erzeugen und sich mit einer Strickjacke auch gut noch im Herbst/Frühjahr tragen lässt.

Von der khaki-farbenen Wolle hatte ich gerade einmal die Hälfte verbraucht. Es stand also schnell der Plan noch ein zweites zu stricken. Bisher bin ich da zwar nicht zu gekommen, aber es steht auf der langen Liste mit Ideen, die ich gerne umsetzen möchte.
Ich hatte zwar bereits bei diesem Shirt vorher die Abmessungen mit einem meiner Tshirts verglichen und mir ein Mischmasch aus M und L (Länge und Weite unterschiedlich) zusammengebastelt. Aber ich denke, bevor ich loslege, werde ich mich einmal genauer mit den Abmessungen auseinander setzten. Ich überlege es etwas zu verlängern, damit es angenehmer sitzt oder es vielleicht doch etwas weiter zu machen. Mal sehen. das wird schon, Dreisatz kann ich! Ingenieurin und so *hihi*

  • Anleitung kostenlos auf Ravelry (s. oben)
  • Baumwoll-Leinen-Gemisch (o. vergleichbares)
  • LL 125m/50g, NS ?
  • je 200g khaki und braun
  • Fertig gestellt Oktober 2017
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